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Online-Dating in Zeiten von Corona (COVID-19)

Weltweit breitet sich Coronavirus (COVID-19) aus und immer mehr Länder rufen den Notstand aus und verhängen Ausgangssperren. Die aktuelle Situation wirkt sich auch auf die Dating-Welt aus und so verzeichnet OkCupid unter anderem steigende Nutzerzahlen und Tinder gibt seinen Nutzern Hygiene-Tipps an die Hand. Doch vielleicht kann die aktuelle Ausnahmesituation auch eine Chance für Singles sein, um das große Glück zu finden.

Coronavirus

Onlinedating in Zeiten des Coronavirus. Foto: © dottedyeti – Adobe Stock

Coronavirus: So reagieren Singlebörsen- und Dating-App-Betreiber

Viele Singles nutzen gezielt online Plattformen für die Partnersuche und dies ändert sich natürlich auch aufgrund von COVID-19 nicht. Während der Einzelhandel schließen muss, Gaststätten nur noch mit Einschränkungen öffnen dürfen und öffentliche Einrichtungen für den Publikumsverkehr gesperrt werden, unterliegen Online-Dating-Plattformen natürlich keinerlei Einschränkungen.

Die Anbieter reagieren recht unterschiedlich auf die aktuelle Lage. So empfiehlt Tinder seinen Nutzern, auf Hygiene zu achten. In dem Hygiene-Hinweis der beliebten Dating-App wird aufgeführt, dass Hände waschen angesagt ist, man sich nicht ins Gesicht fassen sollte, Menschenmassen meiden und Handdesinfektionsmittel nutzen soll. Jaumo rät seinen Nutzern, nur zu gucken und nicht anzufassen. Während einige Anbieter Warnungen aussprechen und ihren Nutzern Tipps an die Hand geben, verzichten andere Anbieter bisher auf entsprechende Hinweise.

Singles auch in Krisenzeiten offen für Dates

Wie der Guardian berichtete, lassen sich die britischen Nutzer von OKCupid nicht beirren und so geben

  • 93 Prozent der befragten an sich weiterhin zu verabreden. Auf der anderen Seite hat die App Jaumo seine Nutzer befragt und festgestellt, dass gerade Frauen durch das Virus bereits auf das eine oder andere Date verzichtet haben. Hier zeigt sich, dass die deutschen Nutzer bisher eher sorglos mit dem Thema Corona umgegangen sind.
  • Während nur 25 Prozent der Nutzerinnen in Deutschland aufgrund der aktuellen Situation auf ein Date verzichtet haben,
  • gaben 46 Prozent der Amerikanerinnen,
  • 48 Prozent der Österreicherinnen und
  • 52 Prozent der Schweizerinnen an bereits aus Angst vor einer Ansteckung auf ein Date verzichtet haben.
  • Gut 22 Prozent der deutschen Frauen gaben an aufs Küssen zu verzichten,
  • jedoch nur 17 Prozent gaben an auf Sex zu verzichten. Auch die Nutzerinnen aus Österreich sind beim Küssen vorsichtiger als beim Geschlechtsverkehr,
  • denn während 45 Prozent das Küssen als Risiko wahrnehmen,
  • empfinden nur 39 Prozent Geschlechtsverkehr als riskant.
  • Im Verhältnis sind Männer risikofreudiger, denn nur 14 Prozent der männlichen Nutzer in Deutschland gaben an bereits aufgrund der aktuellen Lage, ein Date abgesagt zu haben.

Nutzerzuwachs bei den Singlebörsen und Dating-Apps

Gerade Singles trifft die aktuelle Situation hart. Nicht nur, dass Freizeiteinrichtungen, Bars, Diskotheken und Co geschlossen haben, sondern die Regierung fordert auch dazu auf das Sozialleben auf ein Minimum zu reduzieren und so weit es möglich ist zuhause zu bleiben. Singles fällt in dieser Situation noch einmal deutlicher auf, dass sie sich nach einer Partnerschaft sehnen.

Die aktuelle Situation sorgt entsprechend dafür, dass der Wunsch steigt, potenzielle Partner oder Partnerinnen kennenzulernen. Entsprechend dürften Partnerbörsen in nächster Zukunft einen deutlichen Zuwachs der Nutzerzahlen verzeichnen können und auch die Aktivität auf den Plattformen dürfte deutlich zunehmen.

Entschleunigung bei der Partnersuche als Wegbereiter für das große Liebesglück

Aufgrund der aktuell ungünstigen Umstände halten sich viele Nutzer zurück, wenn es um ein persönliches Kennenlernen geht. Entsprechend wird online ausgiebig geflirtet und es bietet sich an, die Zeit bis zum ersten Date zu nutzen, um sich besser kennenzulernen.

Da aktuell zu empfehlen ist ein persönliches Kennenlernen nach hinten zu verlegen, kann es reizvoll sein Videochat zu nutzen. Auch für ein Videochat-Date lohnt es sich, einen Termin zu vereinbaren und sich ausreichend Zeit zu nehmen. Ein Date in dieser Form gibt die Möglichkeit, einen relativ guten Eindruck vom Gegenüber zu gewinnen. Grundsätzlich ist es nur ein Zwischenschritt bis zum ersten persönlichen Date.

Sich mehr Zeit zu gönnen bis zum ersten realen Treffen kann durchaus eine Chance sein sich bereits im Vorfeld emotional näher zu kommen und bis zum ersten Date eine gewisse Vertrautheit aufzubauen. Auch wenn viele Singles ein schnelles persönliches Kennenlernen bevorzugen, sollte in Zeiten von Corona nichts überstürzt werden, denn es kommen auch wieder entspanntere Zeiten, in denen es möglich ist sich in einem Restaurant bei einem guten Glas Wein zu treffen und das erste Date in einem angenehmen Umfeld zu genießen.

Wer trotz der Pandemie nicht auf ein persönliches Kennenlernen verzichten möchte, sollte sich unbedingt an die Hygieneregeln halten. Grundsätzlich gilt, es sollten minimum 1,5 m bis 2 m Abstand gehalten werden. Geeignet ist bei den aktuellen Einschränkungen ein Treffen im Park, sodass ein gemeinsamer Spaziergang unternommen werden kann. Zwar ist es in der Mittagszeit auch möglich, sich in einem Restaurant zu treffen, aber auch hier sollte der Mindestabstand eingehalten werden und viele Restaurants haben aufgrund der Pandemie auch vollständig geschlossen.

In der aktuellen Lage wäre es zwar möglich, sich in Privaträumen zu treffen, doch dies ist auch in Krisenzeiten nicht anzuraten. Auch wenn die Sehnsucht nach einem Date und sozialer Interaktion groß ist, sollten die üblichen Sicherheitsmaßnahmen im Bezug auf ein erstes Treffen nicht aus den Augen verloren werden und zusätzlich muss auch die aktuelle Gefahrenlage berücksichtigt werden.

Sicherheit geht vor!
Aktuell auf ein Date zu verzichten bedeutet nicht nur, sich selbst zu schützen, sondern auch den Flirtpartner bzw. die Flirtpartnerin. Wie immer im Leben gilt auch im Bezug auf Dating und Corona „Safety First“.

Hilfe und weitere Informationen zu Coronavirus:

covid-19

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